Warum GRC ohne performante LegalTec zu einem weiteren Supersilo wird

In vielen Unternehmen scheint GRC heute gut aufgehoben zu sein. Die Bereiche Governance, Risiko und Compliance sind bei Business Development, Strategie, Controlling, Risk Management, Revision und Compliance verteilt. Manchmal werden sogar einzelne Aufgaben ausgelagert. Jede dieser Funktionen arbeitet mit großem Engagement und auf hohem fachlichen Niveau. Sie justieren Prozesse, optimieren Strukturen, pflegen Richtlinien und liefern Berichte. Und fast jede Einheit nutzt inzwischen eigene Experten-Tools, Reportinglösungen oder Spezialsoftware der neuesten Generation.

Genau darin liegt das Problem. In der IT-Landschaft entstehen funktionale Silos: ein System für das Risikomanagement, ein anderes für die Compliance, ein weiteres für das Internal Control, dazu das Reporting aus dem Controlling und der Strategie. Aus Sicht von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung sind das alles „GRC-Experten“ – unabhängig davon, ob sie jeweils nur einen Ausschnitt verantworten oder tatsächlich integriert arbeiten. Zwar sind aus Klemmbrettern, Kurzpräsentationen und Gutachten Dashboards und KPIs geworden, doch hat sich der Charakter oft nicht grundlegend geändert: Es bleiben punktuelle Ausschnitte, die nicht wirklich in die tägliche Führungsarbeit der Organe eingebettet sind.

Wenn GRC so wahrgenommen wird, ist es in der Praxis meist kein fester Bestandteil der Arbeitsinhalte von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung, sondern ein Spezialthema, das in bestimmten Sitzungen oder Sondersituationen behandelt wird. Dabei gehört GRC – nach den Haftungsmaßstäben von GmbH- und Aktienrecht – zum Kern der Stellenbeschreibung der Organe. Die Organe können sich durch Expert:innen unterstützen lassen, die Verantwortung können sie jedoch nicht einfach „wegdelegieren“. GRC-Expert:innen wollen ihrerseits genau das Gegenteil von einem Supersilo sein: Sie wollen strategische Partner der Leitung sein und ihren Auftrag möglichst effizient erfüllen. Beide Seiten geben also ihr Bestes – Organe wie Experten. Trotzdem bleibt eine unsichtbare Barriere bestehen: Die Systeme der Expert:innen sind nicht wirklich mit der Führungsrealität verbunden und umgekehrt.

Hier setzt performante Legal Tech an. Ein GRC-System, das mehr ist als ein weiteres Fachtool, kann diese Barriere aufbrechen, indem es die Wellen im „Getriebe“ miteinander verbindet. Organe, GRC-Expert:innen und operative Jobs. Genau darauf zielt VAlog® GRC ab. Die Idee ist, Governance, Risiko und Compliance nicht nur funktional abzubilden, sondern als durchgängige Struktur von der Unternehmensspitze bis in die operative Ebene zu denken. Verantwortungsketten, Hinweise, Störungen und Maßnahmen werden so miteinander verknüpft, dass Aufsicht und Geschäftsleitung in ihrer täglichen Arbeit Anschluss finden, statt nur auf zusammengefasste Kennzahlen zu schauen.

Während klassische Expert-GRC-Lösungen zusätzliche Informationsinseln erzeugen, kann ein supra-performanter Legal-Tech-Ansatz GRC in die Steuerungslogik der Organe hineinziehen. So wird GRC nicht zum Supersilo, sondern zu einem integralen Teil von Führung, Haftungsvorsorge und Performance. Genau diese Verbindung ist entscheidend dafür, ob GRC im Unternehmen als lästige Pflicht nebenher läuft oder als echte Führungsaufgabe verstanden und gelebt wird.

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Gerald Marimón (* 24. April 1967 in Siegen, Süd-Westfalen) ist der Gründer der fiib® GmbH und der GRC Kanzlei, welche er beide seit über 15 Jahren leitet.

 

Werdegang und Ausbildung

Akademische Laufbahn: Marimon schloss 1993 ein Jurastudium an der Universität Bielefeld in Ost-Westfalen ab und erwarb 2002 berufsbegleitend seinen Doktortitel an der Universität Augsburg in Bayern.

Frühe Karriere: Vor seiner Selbständigkeit 2009 arbeitete er 1996-1997 als Assistent des Personaldirektors der MAN GHH AG (Restrukturierung) in Oberhausen/Rheinland und dann 1997-2002 als Assistent des Vorstandsvorsitzenden der MAN B&W Diesel AG (Mergers& Acquisitions).

Aufstieg im Konzern: 2002 bis 2005 leitete er die Vorstandsfunktionen Strategy and Group Integration. Ab 2005 war er Leiter HR und baute 2007-2009 die Internal Consulting Unit der MAN AG in München auf. 

Kanzlei- und Firmengründung

Gerald Marimón gründete die Kanzlei 2002 zunächst mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Gesellschaftsrecht. Hinzu kamen Managementhaftung und seit 2012 Compliance und GRC.

2009 gründete er die fiib GmbH für die Softwareentwicklung für GRC Integration und Performance.

Philosophie: Das leitende Motto ist Excellence in Performance. Unter den Leitsätzen „Bestens vorgesorgt“ für die GRC Kanzlei und „Bestens verbunden“ für die fiib GmbH werden Value Added Legal Services geschaffen.

Strategie: Er transformierte die multinationale MAN Diesel hin zu einem „Prime Mover“ in der Industrie, dabei setzte er auf einen mehrgleisigen Ressourcen Ansatz (Servicification, Kaizen, Sattvic Leadership) statt einer reinen Vertriebs- und Prozess-Fokussierung, was nur am Anfang Kritik auslöste. 

Leidenschaft für Motorsport

Gerald Marimón ist seit Jugendtagen ein leidenschaftlicher Motorsportler und agiert als Promoter für US Legendcars. 

Er nahm über viele Jahre an Klassik-Rennen auf diversen Strecken in Europa teil

Er treibt die Marktentwicklung von Rennwagen der Klasse US Legendscars in Deutschland maßgeblich voran.